Wladimir Putin: Expertin warnt vor Kreml-Angriff - dieses Szenario ist am wahrscheinlichsten
Hanna Notte warnt vor einer möglichen Eskalation des Kremls gegen Europa. Die Russland-Expertin glaubt, dass Wladimir Putin eine böse Überraschung planen könnte und erklärt, welches Angriffs-Szenario am wahrscheinlichsten ist.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
Suche
- Wladimir Putin könnte böse Überraschung für Europa planen
- Russland-Expertin wagt Prognose zu Putin-Angriff auf Europa
- Gezielte Militärschläge statt zweite Front - dieses Szenario ist am wahrscheinlichsten
Die Russland-Expertin Hanna Notte schlägt Alarm. In einem Podcast mit "Bild"-Vize Paul Ronzheimer erklärte sie, dass Wladimir Putin angesichts der festgefahrenen Situation in der Ukraine nach alternativen Druckmitteln suchen könnte und womöglich eine böse Überraschung für Europa plant.
Weitere Meldungen von Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg finden Sie am Ende dieses Artikels.
Wladimir Putin könnte Krieg gegen Europa bewusst eskalieren
Trotz massiver Raketen- und Drohnenangriffe gelinge es Wladimir Putin nicht, den ukrainischen Widerstandswillen zu brechen. Gleichzeitig treffen ukrainische Gegenschläge immer häufiger Ziele tief in Russland. "Dann bleibt nur noch eine Option: die Eskalation gegen Europa", so Notte. Die Expertin betont allerdings ausdrücklich, dass dieses Szenario nicht zwingend eintreten müsse. Der Hintergrund der Warnung: Seit Jahren bombardiert Russland ukrainische Städte, ohne die Kampfmoral der Bevölkerung zu erschüttern.
Russland-Expertin wagt Prognose zu Putin-Angriff auf Europa
Aus Moskauer Perspektive stelle sich laut Russland-Expertin Notte die Frage, ob die eigenen militärischen Kapazitäten noch ausreichen, um Kiew zu Zugeständnissen zu zwingen. Falls nicht, könnte Russland das "strategische Hinterland der Ukraine" ins Visier nehmen. Damit meint die Expertin konkret europäische Rüstungsbetriebe, Logistikzentren und Transportwege, über die Waffen und Ausrüstung in die Ukraine gelangen.
Gezielte Militärschläge statt zweite Front - dieses Szenario ist am wahrscheinlichsten
Einen umfassenden Angriff auf das westliche Verteidigungsbündnis hält Hanna Notte allerdings für unwahrscheinlich. "Das wahrscheinlichste Szenario eines russischen Angriffs auf Nato-Gebiet ist für mich keine Großoffensive und kein großer Krieg", erklärt sie. Stattdessen rechnet die Expertin mit gezielten Schlägen gegen die Rüstungsindustrie. "Solange Russland in der Ukraine kämpft, sind die Fähigkeiten, anderswo eine zweite große Front zu eröffnen, extrem gering", so Notte.
Putin-Angriff gegen Europa zur Spaltung der Nato
Ihre Befürchtung konzentriert sich daher auf begrenzte Attacken gegen einzelne Ziele in Nato-Ländern, die vor allem politische Verwerfungen innerhalb der Allianz auslösen könnten. Denn aus Kreml-Sicht gehe es bei solchen begrenzten Angriffen um ein klares Kalkül. "Die Angst in europäischen Gesellschaften und politischen Kreisen zu erhöhen und den Konsens über die Nachhaltigkeit der Unterstützung für die Ukraine zu zerstören", erläutert Notte. Die Expertin skizziert ein konkretes Szenario: Würden etwa Marschflugkörper ein Waffendepot in Polen treffen und dabei Menschen sterben, stünde die Allianz vor einer Zerreißprobe. Rufen alle Mitglieder sofort den Bündnisfall aus oder scheuen einige die direkte Konfrontation mit Moskau?
Genau diese Uneinigkeit wäre Wladimir Putins Erfolg. "Dann wird Russland es geschafft haben, die Nato ohne einen Großangriff politisch massiv zu schwächen", warnt Notte.
Auch diese Meldungen zum Ukraine-Krieg sowie zu Wladimir Putin könnten Sie interessieren:
- Putin gedemütigt durch Angriff - "Barracuda"-Drohnenboote zerstören versteckte Ziele
- Erschütternde Aufnahmen - Putin-Soldat hängt kopfüber an Baum und wird geschlagen
- Nato-Staaten sind alarmiert - Eskalation im Ukraine-Krieg sehr wahrscheinlich
- "Wieder betrunken?" Ex-Kremlchef Medwedew verhöhnt nach subtiler Europa-Drohung
- Bittere Ukraine-Bilanz - Putin verliert an drei Fronten gleichzeitig
fka/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.