Kinderbetreuung: Bessere Kinderbetreuung kostet nächstes Jahr 51,2 Millionen

Am Tag nach der Einigung auf kleinere Kindergruppen in Krippe und Hort sagt die Landesregierung, was es kosten wird. Wie will sie das bezahlen?

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Die nach einem Volksbegehren von der Landesregierung angekündigten Verbesserungen in den Kinderkrippen und Horten Mecklenburg-Vorpommerns ab 2027 kosten allein im kommenden Jahr 51,2 Millionen Euro. Bezahlt werden soll das mit frei werdenden Mitteln aus Rentenverpflichtungen des Landes, die der Bund zu einem Teil übernehme, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

Die Länder mussten demnach bisher die Hälfte der DDR-Zusatz- und Sonderrenten finanzieren. Seit 2026 habe der Bund seinen Anteil auf 60 Prozent erhöht. Damit werden Schwesig zufolge jedes Jahr 40 Millionen Euro für andere Zwecke frei. In MV werde dies nun in die Bildung gesteckt.

Gesetz im Juli

Ab 1. Januar 2027 sollen in Krippen auf eine Erzieherin beziehungsweise einen Erzieher fünf Kinder unter drei Jahren kommen - bislang sind es sechs. Ab 1. August 2027 soll in Horten der Personalschlüssel von 1 zu 22 auf 1 zu 21 verbessert werden. Die Verkleinerung der Gruppen in der Krippe kostet laut Staatskanzlei 47 Millionen Euro im Jahr, bei den Verbesserungen im Hort sind es 2027 vier Millionen Euro. Das Vorhaben im Juli vom Landtag verabschiedet werden.

Auch vor dem Hintergrund eingebrochener Geburtenzahlen in MV und somit drohender Schließungen und Entlassungen hatte eine Initiative mit einem Volksbegehren eine bessere Personalausstattung im Sinne einer besseren Betreuung gefordert - und nach eigenen Angaben bereits deutlich mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren des Volksbegehrens haben nach der Einigung das Volksbegehren eingestellt.

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