Donald Trump: US-Präsident pocht auf "rote Linien" - Iran-Deal wackelt weiter
Eine "endgültige Entscheidung" wollte Donald Trump am Freitag zu einem möglichen Abkommen mit dem Iran treffen. Doch wenig später herrscht weiterhin Unklarheit darüber, ob und wie sich die beiden Konfliktparteien einigen könnten. Vor der ergebnislosen Krisensitzung hatte der US-Präsident auf Truth Social noch einmal klare Forderungen an die Mullahs gestellt.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Weiterhin kein Deal zwischen den USA und dem Iran nach Lagebesprechung im Weißen Haus
- US-Präsident Donald Trump pocht auf Einhaltung seiner "roten Linien"
- Auf Truth Social forderte er zuvor erneut von Teheran den Verzicht auf Atomwaffen und die Öffnung der Straße von Hormus
Ein Deal zwischen den USA und dem Iran lässt weiter auf sich warten. Wie die "Bild" berichtet, gab es bei einer Krisensitzung im Weißen Haus noch keinen finalen Durchbruch bei den Verhandlungen über eine Verlängerung des Waffenstillstands. US-Präsident Donald Trump bestehe weiterhin auf die Einhaltung seiner "roten Linien", teilte ein Regierungsvertreter nach zweistündigen Beratungen mit. Er werde nur ein Abkommen schließen, "das gut für Amerika ist". Seine Forderung hatte der 79-jährige Republikaner zuvor noch einmal in einem ausführlichen Beitrag auf seiner Plattform Truth Social deutlich gemacht.
Donald Trump stellt Forderungen zu möglichem Iran-Deal auf Truth Social
Trump hatte in dem Post vom Freitagnachmittag (mitteleuropäischer Zeit) zunächst noch angekündigt, dass er zu einer Besprechung im Lagezentrum, dem sogenannten Situation Room, aufbreche, "um eine endgültige Entscheidung zu treffen". Gleich zu Beginn seines Beitrags stellte er klar, was er von Teheran erwartet:
- "Der Iran muss zustimmen, niemals Atomwaffen oder Atombomben zu besitzen."
- "Die Straße von Hormus muss unverzüglich und ohne Gebühren für den uneingeschränkten Schiffsverkehr in beide Richtungen geöffnet werden."
- "Alle Seeminen (Bomben), sofern vorhanden, werden unschädlich gemacht."
US-Präsident will Teheran am Besitz von Atomwaffen hindern
Die Meerenge am Persischen Golf ist enorm wichtig für den weltweiten Ölhandel. Durch die iranische Blockade nach Kriegsbeginn am 28. Februar ist der Transport von Rohstoffen praktisch zum Erliegen gekommen.Als Folge schossen die Preise für Öl und Gas an den Energiemärkten nach oben. Die USA blockierten im Gegenzug iranische Häfen. Diese Blockade soll laut Trump bei einem möglichen Abkommen ebenfalls aufgehoben werden. Das angereicherte Uran im Iran soll zudem von den USA freigelegt und in enger Abstimmung mit dem Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde vernichtet werden. Bis auf Weiteres soll zudem kein Geld ausgetauscht werden. Ob Trump damit eingefrorene iranische Vermögenswerte meinte, blieb unklar. "Über andere, weitaus weniger wichtige Punkte wurde Einigkeit erzielt", schrieb der US-Präsident weiter.
Wird die Waffenruhe im Iran-Krieg verlängert?
Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte zuvor unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Unterhändler beider Seiten hätten sich auf eine 60-tägige Absichtserklärung zur Verlängerung der Waffenruhe und zur Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm geeinigt. Trump und die iranische Führung müssten dem allerdings noch zustimmen, hieß es.
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gom/news.de/dpa
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