Konferenz in Esbjerg: Länder bekräftigen Zusammenarbeit für Wattenmeerschutz

Das Wattenmeer ist ein weltweit einzigartiger Naturraum. Über den Schutz des Unesco-Weltnaturerbes haben nun Dänemark, Deutschland und die Niederlande beraten.

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Deutschland, Dänemark und die Niederlande wollen ihre inzwischen 48 Jahre lange Zusammenarbeit für den Schutz des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer fortsetzen. Das geht aus einer Erklärung der drei Anrainerstaaten hervor, die das gemeinsame Wattenmeersekretariat nach Beratungen bei der 15. trilateralen Wattenmeerkonferenz im dänischen Esbjerg veröffentlichte.

In der Erklärung, die von Vertretern der drei Staaten unterzeichnet wurde, heißt es, die Länder verpflichteten sich, die natürlichen Werte, die Vielfalt, die Kohärenz und die Dynamik des Wattenmeers zu bewahren, zu stärken und weiterzuentwickeln – und dabei die Herausforderungen, die sich aus der vielfältigen Nutzung ergäben, zu berücksichtigen.

Bei der alle vier Jahre stattfindenden Wattenmeerkonferenz stimmen die Anrainer Deutschland, Dänemark und die Niederlande ihr gemeinsames Handlungsprogramm ab. Die drei Staaten arbeiten seit 1978 für den Schutz des Wattenmeers zusammen. Seit der letzten Konferenz 2022 in Wilhelmshaven hatte Dänemark den Vorsitz. Nun übernehmen die Niederlande für vier Jahre.

Ursprünglich war vorgesehen, eine umfassende, sogenannte Esbjerg-Erklärung ("Esbjerg Declaration") bei der Wattenmeerkonferenz zu unterzeichnen. Das soll nachgeholt werden, sobald eine neue dänische Regierung gebildet wurde, wie das Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven mitteilte.

WWF: Regierung in der Pflicht, Wattenmeer zu schützen

Bei der dreitägigen Wattenmeerkonferenz tauschen sich seit Mittwoch unter dem Thema "Schutz durch Anerkennung" mehr als 200 Vertreter von Behörden, Naturschutzorganisationen und aus der Wissenschaft über die Bemühungen und den Schutz des Naturraumes aus.

Die Naturschutzorganisation WWF etwa hatte anlässlich der Konferenz ihre Forderung erneuert, die Gas- und Ölförderung im und am Wattenmeer bis spätestens 2030 komplett einzustellen. Auch die für die Energiewende notwendigen Windparks in der Nordsee müssten so geplant werden, dass Bau und Betrieb naturverträglich erfolgten, forderte der WWF. Dazu gehöre, dass Kabeltrassen der Offshore-Windparks das Wattenmeer möglichst mieden.

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