Markus Söder: Minister im Netz auseinandergenommen - böse Kritik nach diesen Worten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sorgt mit seiner eigenwilligen Regierungserklärung im Netz für frustrierte Reaktionen. Er appelliert an seine "bayerischen Patrioten" - und die schießen im Netz gnadenlos zurück.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Markus Söder hält eine Rede im bayerischen Landtag. Im Netz stoßen seine Worte auf Kritik. (Foto) Suche
Markus Söder hält eine Rede im bayerischen Landtag. Im Netz stoßen seine Worte auf Kritik. Bild: dpa/Peter Kneffel
  • Markus Söder hält Regierungserklärung im bayerischen Landtag
  • Unterstützung für Alleinerziehende und Ältere gefordert
  • Sozialstaat erhalten - CSU-Minister sieht Regierung auf einem guten Weg
  • Seine Worte stoßen im Netz auf gehörigen Widerstand
  • Kritische Kommentare unter Instagram-Post zeigen wachsende Unzufriedenheit auch in Bayern

Als Politiker hat man es im Internet einfach besonders schwer. Das musste nicht nur Friedrich Merz in den vergangenen Tagen erleben, auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder durchlebt derzeit eine Welle der Empörung in den sozialen Medien. Dabei gehören Instagram und Co. doch eigentlich zu Söders Steckenpferd. Der CSU-Politiker versuchte sich schließlich in der Vergangenheit immer wieder mehr oder minder erfolgreich als "Food-Influencer" oder gar Musik-Experte, der seine Hobby-DJ-Tipps im Netz zum Besten gab.

Markus Söder - er appelliert in seiner Regierungserklärung an "bayerische Patrioten"

Zurück zum politischen Geschehen: Söder muss sich jedoch gewahr werden, dass seine Worte hier im Netz bei Instagram gar nicht gut ankommen, wie folgendes Beispiel zeigt. Auf seinem Account postet Markus Söder Ausschnitte seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag. Die Themen: Anpacken, die Probleme des Sozialstaates überwinden und dabei auch an die Kinder dieses Landes denken.

Man sei sich bewusst, dass die Zeiten für viele schwierig sind. Es gibt natürlich auch "Schatten", selbst im Sonnenstaat Bayern. Besonders "Alleinerziehende" oder "Ältere" stünden vor großen Herausforderungen, die wissen müssten, dass man "sich auf uns" verlassen könne, erklärt Söder in seiner Regierungserklärung. Aber ohne wirtschaftlichen Erfolg könne man den Sozialstaat in dieser Form nicht erhalten.

CSU-Minister sicher: "Der Kompass stimmt"

Dennoch glaubt Söder, dass man auf dem richtigen Weg sei. Natürlich nicht, ohne auch mal hier und da nachzubessern. "Der Kompass stimmt." Als "bayerische Patrioten" sei es die Pflicht, alles dafür zu tun, damit "unsere Kinder" eine gute Zukunft haben, gibt Söder den Ton an. "Mutig statt ängstlich und optimistisch statt nur negativ" - genau so könne man positiv in die Zukunft gucken.

Markus Söder im Netz nach dieser Rede verspottet - Kommentare zeigen Unzufriedenheit

Doch statt Unterstützung und Zustimmung treffen Söders Worte im Auge seiner Community einen Nerv, der eine Vielzahl an negativen Kommentaren hervorruft. Von "optimistisch" kann hier gar keine Rede sein:

  • "Endlich wieder die Rede ablesen."
  • "Gemeinsam anpacken, damit die Kinder eine gute Zukunft haben. Also weiter Verbrenner fahren, weiter zu viel Fleisch essen und ganz wichtig: Bloß keine großen Vermögen oder gar hohe Erbschaften gerecht besteuern. Denn gehts den Reichen gut, gehts uns allen gut."
  • "Wirtschaftlicher Erfolg zahlt deine Rente nicht. Faire Löhne tun das."
  • "17% Zustimmung Herr Söder.."
  • "Plötzlich findet Markus den Sozialstaat erhaltenswert? War was in seiner Wurst?"
  • "Ach bei unseren Politikern sind wir verloren!!! Ob Alleinerziehend, Ältere oder Arbeitnehmer... wir sind verloren!!!"
  • "Hoffentlich glaubt er wenigstens selber dran."
  • "Es ist Euch nicht im geringsten bewusst, wie Familien, Alleinerziehende, Rentner, Kranke und viele mehr, nicht länger auf Hilfe warten können, um nicht ins direkte Elend zu stürzen. Ihr seid unser absoluter Untergang! Schämt ihr Euch nicht!"
  • "Nein, ich will nicht mit anpacken! Halten Sie mich da raus!"

Markus Söder ist nicht der Erste, der in den vergangenen Wochen im Netz für seine Worte eine knallharte Abrechnung erhält. Allem voran Bundeskanzler Friedrich Merz wurde wiederholt im Netz angefeindet, wie er selbst in einem Presse-Interview hervorhob. Was bleibt, ist der Eindruck, dass die Unzufriedenheit in ganz Deutschland stetig wächst - auch im Freistaat Bayern.

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