Donald Trump vs. Al Green: Für diese Gift-Glückwünsche gab's für "The Don" prompt Gegenwind
Aus seiner Schadenfreude über die demokratischen Niederlagen bei den Zwischenwahlen in Texas macht Donald Trump keinen Hehl und kübelt reihenweise vergiftete Glückwünsche ins Netz - die deutliche Antwort des Kongress-Abgeordneten Al Green folgte prompt.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump schickt vergiftete Glückwünsche an demokratische Gegner
- Kongressabgeordneter Al Green nach Texas-Zwischenwahlen für Niederlage verspottet
- Kampfansage als Antwort: Al Green will korruptem US-Präsident das Handwerk legen
Mit Rückschlägen und Niederlagen geht jeder auf seine Art und Weise um - im Falle von Donald Trump haben sich zwei Strategien eingebürgert. Bei eigenen Unzulänglichkeiten pflegt der US-Präsident, die Schuld umgehend anderen in die Schuhe zu schieben, und sobald einer seiner Widersacher seine Ziele verfehlt, ergeht sich "The Don" in bitterbösem Spott, der nicht selten unter die Gürtellinie zielt.
Donald Trump ätzt gegen Demokraten nach Texas-Zwischenwahl
Aktuell tobt sich Donald Trump diesbezüglich besonders unflätig aus: Die Ergebnisse der Zwischenwahlen im US-Bundesstaat Texas bieten dem US-Präsidenten gleich mehrfach eine Angriffsfläche. Schimpfte Donald Trump zunächst wie ein Rohrspatz über den demokratischen Kandidaten James Talarico, knöpfte sich der US-Präsident nun dessen Parteikollegen Al Green vor, der ebenso wie Talarico einen Wahlsieg in Texas verfehlte - für "The Don" ein gefundenes Fressen, das prompt mit vergifteten "Glückwünschen" in einem Post bei "Truth Social" gewürdigt wurde.
Al Green kassiert Wahlniederlage - Donald Trumps Spott lässt nicht lange auf sich warten
Nachdem Al Green (78) bei den Zwischenwahlen am 26. Mai dem deutlich jüngeren Kandidaten Christian Menefee mit 31 zu 69 Prozent der Stimmen unterlag, kannte Donald Trumps Schadenfreude keine Grenzen mehr. "Al Green, einer der geistig dümmsten Kongressabgeordneten in der Geschichte unseres Landes, hat seinen Sitz im Kongress haushoch verloren – aber ich werde diesen Irren vermissen, der mich bei meiner nächsten Rede zur Lage der Nation nicht mehr anschreit und wild mit seinem Stock herumfuchtelt", ätzte Donald Trump in seinem Post vom 27. Mai bitterböse drauflos. Al Green hatte zuvor bei Trumps Ansprachen wiederholt für Aufsehen gesorgt, indem er den Präsidenten lautstark unterbrach und dabei seinen Gehstock schwenkte. Diese Protestaktionen machten ihn unter Demokraten zu einer bekannten Figur – und zum erklärten Feindbild des Präsidenten.
Donald Trump verunglimpft Demokraten Al Green, doch der schlägt sofort zurück
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Doch Al Green denkt nach seiner Wahlniederlage und Spott aus dem Weißen Haus nicht im Traum daran, klein beizugeben. In einer Stellungnahme vom 27. Mai kündigte er an: "Tut mir leid, Sie zu enttäuschen, Herr Präsident, aber Sie werden wieder von mir hören." Er werde Trumps Korruption weiterhin anprangern, kündigte der Demokrat an, da er "noch mehr als genug Zeit im Kongress" habe, bevor er seinen Posten im Januar 2027 räumen müsse. Seine Nachricht an Trump unterzeichnete der Kongressabgeordnete mit "Mit freundlichen Grüßen, Ihr unbestechlicher, unabhängiger, furchtloser, nicht gewählter, freier Demokrat – Al Green, der Volksvertreter".
Demokrat Al Green gibt sich nach Wahlniederlage in Texas trotzig
Der 78-Jährige wird sein Mandat noch bis zum Jahresende behalten. Bei seiner Wahlparty am Dienstagabend zeigte sich Al Green trotz der deutlichen Niederlage optimistisch. "Sie sehen mich wahrscheinlich lächeln, und das liegt daran, dass dies nicht das Ende ist", sagte er seinen Unterstützern. "Dies ist der Beginn eines neuen Kapitels."
Donald Trump liegt mit Al Green seit Jahren im Clinch
Die Fehde zwischen Trump und Green hat eine lange Vorgeschichte. Bereits 2017 reichte der Texaner als zweiter Demokrat überhaupt einen Antrag auf Amtsenthebung gegen Trump während dessen erster Amtszeit ein. 2025 legte er gleich drei weitere Impeachment-Anträge vor – unter anderem wegen Machtmissbrauchs und der angeblichen Anstiftung zu Morddrohungen gegen Abgeordnete und Richter.
Bei Trumps Kongressreden sorgte Green regelmäßig für Eklats. Im März 2025 wurde er aus dem Saal eskortiert, nachdem er dem Präsidenten lautstark widersprach und mit seinem Gehstock protestierte. Bei der diesjährigen Rede zur Lage der Nation folgte der nächste Rauswurf: Green hielt ein Schild mit der Aufschrift "Schwarze Menschen sind keine Affen" hoch, als Trump den Saal betrat.
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Der Sieger des innerparteilichen Duells zeigte sich trotz des klaren Ergebnisses respektvoll gegenüber seinem unterlegenen Kontrahenten. Christian Menefee bezeichnete Al Green als "Ikone" und würdigte dessen Mut, der Macht direkt ins Gesicht zu widersprechen. "Er hat mit seinem Körper, seiner Stimme und seiner Karriere protestiert", erklärte der 38-Jährige. Dass die beiden Demokraten überhaupt gegeneinander antreten mussten, liegt an der Neueinteilung der Wahlbezirke durch die republikanische Mehrheit in Texas. Die Republikaner hatten die Kongresswahlkreise im vergangenen Jahr neu zugeschnitten, um mehr eigene Sitze zu schaffen. Dadurch landeten Green und Menefee im selben Bezirk. "Die Republikaner haben das absichtlich schwer gemacht", kritisierte Menefee. Im November tritt er gegen den Republikaner Ronald Whitfield an.
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