Atom-Drohung im russischen Staatsfernsehen: Putin-Propagandisten fordern Ultimatum an die Ukraine

Erneut haben russische Propagandisten nukleare Drohungen gegen die Ukraine im Staatsfernsehen ausgesprochen. Sie forderten in diesem Zusammenhang ein Ultimatum an Kiew - ähnlich wie es US-Präsident Donald Trump dem Iran auferlegte.

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Propagandisten fordern, dass Wladimir Putin die Ukraine mit seinen Atomwaffen unter Druck setzt. (Foto) Suche
Propagandisten fordern, dass Wladimir Putin die Ukraine mit seinen Atomwaffen unter Druck setzt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin via AP | Gavriil Grigorov
  • Russische Propagandisten fordern ein Ultimatum an die Ukraine nach Trumps Vorbild im Iran-Krieg
  • Kiew sollen nukleare Angriffe innerhalb von 48 Stunden angedroht werden
  • Ex-Oberst Michail Chodarenok und Moderator Wladimir Solowjow wollen den Ukraine-Krieg so schnell wie möglich zu Russlands Gunsten beenden

Donald Trump wird zum Vorbild für Wladimir Putins Propagandisten. Der US-Präsident setzte im Iran-Krieg Teheran eine Frist zur Öffnung der Straße von Hormus. Er drohte mit Angriffen auf Kraftwerke und Brücken, sollte seinem Willen nicht nachgekommen werden. Nun fordern Kreml-Verbündete im russischen Staatsfernsehen ein ähnliches Vorgehen für die Ukraine.

Putin-Propagandisten drohen der Ukraine mit Ultimatum für Atomangriffe

Wie aktuell "Daily Express" und "Daily Star" berichten, brachten unter anderem der pensionierte Oberst Michail Chodarenok sowie Moderator Wladimir Solowjow ein Ultimatum ins Spiel. Die Bewohner ukrainischer Großstädte sollen demnach vor die Wahl gestellt werden: Entweder akzeptiert Kiew einen von Moskau diktierten Friedensvertrag – oder es drohen innerhalb von zwei Tagen nukleare Angriffe. Das erklärte Ziel der Kreml-Hardliner: den Konflikt bis zum 1. Mai zu beenden, notfalls mit Atomwaffen.

Michail Chodarenok fordert Einsatz von "Spezialwaffen" gegen die Ukraine

Chodarenok räumte vor Millionen Zuschauern ein, dass Putins Strategie nach vier Kriegsjahren nicht zum Erfolg führe. "Die Aufgabe ist mit konventionellen Waffen nicht lösbar", erklärte er und forderte den Einsatz von "Spezialwaffen" gegen die ukrainische Führung, die sich "in unterirdischen Bunkern in beträchtlichen Tiefen" verstecke. Vorsicht sei nicht mehr angebracht. Der Konflikt müsse laut Chodarenok schnell beendet werden, um "Zehntausende Leben" zu retten und die Infrastruktur Russlands vor Angriffen zu schützen.

Wladimir Solowjow spricht über Auslöschung ukrainischer Städte

Solowjow pflichtete Chodarenok bei: "Willkommen in unserem Club der Atom-Fanatiker. Ich fordere das schon lange." Putins Top-Propagandist, der in den vergangenen Monaten bereits häufiger nukleare Drohungen aussprach, richtete eine direkte Warnung an die Zivilbevölkerung: "Bürger, die in Kiew, Odessa, Mykolajiw und Charkiw leben, verlasst eure Städte sofort. Sie werden vom Erdboden getilgt." Die beiden Propagandisten betonten außerdem, dass ihnen die internationalen Reaktionen auf einen möglichen Atomwaffeneinsatz egal seien.

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