Polizei vor Ort: Wieder Polizeistation am Kriminalitäts-Hotspot Marienplatz

Der Marienplatz im Zentrum der Landeshauptstadt Schwerin hat wieder eine Polizeistation. Sie soll helfen, den beliebten Platz sicherer zu machen. Es gibt aber auch Kritik.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / natali_mis

Der Schweriner Marienplatz als Nahverkehrsknotenpunkt, Geschäftszentrum und Kriminalitäts-Hotspot in der Landeshauptstadt hat nach mehr als einem Jahrzehnt wieder eine feste Polizeistation. Mit dem Standort im Einkaufszentrum "Marienplatz-Galerie" setze das Land ein sichtbares Zeichen für mehr Sicherheit, schnelle Ansprechbarkeit und eine dauerhaft starke Polizeipräsenz im Herzen der Landeshauptstadt, teilte das Innenministerium mit.

Die neue Wache ersetzt eine bisherige mobile Übergangslösung in einem Container. Bis 2013 gab es eine feste Polizeistation am Marienplatz. Sie wurde geschlossen und um einige hundert Meter in die ruhigere Schloßstraße verlegt.

Der Marienplatz, an dem sich mehrere Nahverkehrslinien kreuzen, wird täglich von rund 45.000 Menschen genutzt, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sagte. Zugleich entwickelte sich der Platz in den vergangenen Jahren zum Kriminalitäts-Hotspot. Als erster öffentlicher Platz in MV wurde er schließlich kameraüberwacht. Diese Überwachung soll auch bleiben, hieß es aus dem Innenministerium.

Gewerkschaft fordert mehr Personal

Besetzt ist die Station den Angaben zufolge montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Dort können etwa Anzeigen aufgenommen werden, wie es hieß. Aber auch jenseits der Öffnungszeiten sei die Polizei auf dem Marienplatz präsent. "Wie bisher werden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten dort sichtbar und ansprechbar auch in den Abendstunden sowie an den Wochenenden im Einsatz sein", versicherte eine Sprecherin von Innenminister Christian Pegel (SPD).

Die Gewerkschaft der Polizei begrüßte die neue Station grundsätzlich, übte aber Kritik an der Personalausstattung. Viele Kolleginnen und Kollegen sähen den Stationsdienst kritisch, wenn er zulasten von Streifen- und Schichtdienst organisiert werde, erklärte die Landesvorsitzende Kristin Frosch. "Eine neue Anlaufstelle darf nicht dazu führen, dass an anderer Stelle Einsatzfähigkeit verloren geht", mahnte sie.

Das Problem zeige sich nicht nur in Schwerin, so Frosch weiter. "Im gesamten Land erleben wir, dass Polizeistationen häufig nicht mit zusätzlichem Personal hinterlegt werden. Wenn neue oder bestehende Stationen aus vorhandenen Kräften besetzt werden müssen, verschiebt sich die Belastung lediglich." Dies schwäche die Präsenz in der Fläche und erhöhe den Druck auf die Kolleginnen und Kollegen in den Revieren.

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